Therapie der Struma:

Bei nicht starker Vergrößerung kann manchmal auf eine Threapie verzichtet werden. Eine jodreiche Ernährung ist

aber fast immer zu empfehlen. Bei deutlicher Vergrößerung oder Knoten ist die Gabe von Jod-Tabletten oder die

Substitution von Schilddrüsen-Hormonen sinnvoll. Besonders effektiv ist die Kombination von Schilddrüsenhormonen

mit Jod.

In manchen Fällen behindert eine Autonomie die Therapiemöglichkeiten: Wenn bei einerSubstitution von 50µg

L-Thyroxin ein supprimierter TSH-Wert resultiert, sollte eine definitive Sanierung diskutiert werden.

Die Operation ist bei großen Knoten, bei verdächtigen/bösartigen Knoten, bei lokalen Beschwerden und bei

engeschränkter Behandlungsmöglichkeit wegen Autonomie oder einer immunogen Stimulation als Therapie der

ersten Wahl anzusehen.

Eine Radiojodtherapie (RJT) kann ebenfalls eine Schilddrüse verkleinern. Sie ist besonders beeignet zur Asschaltung von Autonomien.

Nach einer OP oder einer RJT ist im Regelfall eine dauerhafte Schilddrüsenhormontherapie erforderlich. Die Substitution sollte so hoch dosiert sein, dass kei Rezidiv auftritt. Ein TSH-Wert von =< 1,0 mU/l sollte angestrebt werden. Mit Hilfe einer Szintigraphie kann überprüft werden, ob noch restliches Gewebe vorhanden ist und, ob dieses sich im Schilddrüsenlager befindet oder ektop liegt. Es sollte ein niedriger Uptake von Tc-99-m vorliegen, da sonst ein Rezidiv entstehen könnte.

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