Therapie der Thyreoiditis Hashimoto:

Da die Erkrankung zunächst keine Beschwerden hervorruft und auch keine Fehlfunktionder Schilddrüse auslöst,

wird sie häufig erst dann diagnostiziert, wenn eine latente(versteckte) oder manifeste (offenkundige) Hypothyreose

(Unterfunktion) vorliegt. Die latente Hypothyreose sollte und die manifeste Hypothyreose muss korrigiert werden.

Die Substiution von L-Thyroxin (L-T4) bis zum Erreichen einer Euthyreose ist die Therapie, die überall durchgeführt

wird. Meist wird ausschließlich L-Thyroxin verordnet. Ich verwende aber zusätzlich Trijodthyronin (L-T3), wenn die

Einstellung mit L-T4 nicht zu einem befriedigenden Ergebnis führt. Die Mischung von L-T4 und L-T3 wird für jede

Patientin/jeden Patienten individuell festgelegt. Auch die Höhe der Substituion wird unterschiedlich gehandhabt.

Bei manchen Patienten ist ein niedriger Wert für TSH-basal günstig, andere haben einen individuell hohen TSH-Wert,

der nicht zu tief abgesenkt werden sollte. Manchmal kann die 'richtige' Subsitution erst im Verlauf bei Kontroll-

Bestimmungen und erneuter Befragung der Patienten festgelegt werden.

Bei jungen Frauen ist auch der Einsatz von Selen anzuraten (200µg/die), da hierdurch die Höhe von Anti-TPO (Antikörper gegen Threoidea-Peroxidase) beeinflusst werden kann. Er sollten im Falle einer Schwangerschaft möglichst niedrig liegen, da Anti-TPO via Plazenta die Schilddrüse eines Embryos erreichen könnte.

Die gesunde Schilddruese schüttet die Hormone pulsatil aus. Bei der Substitution sollte dieses Verhalten imitiert werden, damit ein gesunder Biorhythmus erhalten bleibt. Die Hormone sollten im 24-Stunden-Rhythmus eingenommen werden: Morgens früh (wenn der Hahn kräht).

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