Nach der Geburt

ist der Bedarf der Mutter an Schilddrüsenhormone geringer. Wenn L-Thyroxin substituiert wird, dann kann die Dosis nach der Geburt des Kindes um 25g evtl. sogar um 50µg reduziert werden.

Die Prävalenz einer Post-partum-Thyreoiditis wird mit ca. 6,0-8,8% angegeben. Bis zu 25% dieser Patentinnen werden später hypothyreot.

Selen kann eine postpartale Thyreoiditis abmildern und evtl. verhindern.

Eine postpartale Thyreoiditis kann mit einer Überfunktion beginnen und mit einer Unterfunktion enden. Manchmal kommt es zu derartigen Schwankungen der Werte, dass sich der Vergleich mit einer Achterbahn aufdrängt. Bei Verlaufskontrollen der Werte zu den geeigneten Zeitpunkten kann die Art der Thyreoiditis und ihre Stärke aufgedeckt werden. Dann ist auch die geeignete Therapie schnell gefunden.

In der Stillzeit aktiviert die Brustdrüse einen "Natrium-Jodid-Symporter". Dieser kann Jod aus dem mütterlichen Blut entnehmen und in die Milch überführen: Der Säugling erhält seine optimale Jod-Menge, wenn die Mutter während der Stillzeit tägl. 200µg Jodid einnimmt.

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